

Pneumatische Pedalritter
Schon zu Beginn wird fleißig „in die Peda-
le getreten“: Mit Hilfe pneumatischer
Zylinder werden die Kernzüge zusammen-
gefahren und die Werkzeughälften ver-
riegelt, jetzt kann der Füllprozess gestar-
tet werden. Das EPS-Material wird zuge-
führt und anschließend bedampft. Dabei
entsteht aus vielen EPS-Perlen ein fest-
verschweißter Kern. Da geht’s richtig heiß
zur Sache. Umso wichtiger ist die darauf-
folgende Kühlung mit Wasser, das direkt
ins Werkzeug gesprüht wird. Dann heißt
es kurz verschnaufen: Es folgt die Küh-
lung mit Vakuum durch Erzeugung eines
Unterdrucks. Dies führt zu einer zusätzli-
chen Verdampfung des eingeschlossenen
Wassers. Nun fährt das Werkzeug wieder
vollautomatisch auseinander und es
kommt zur Entformung. Die Ziellinie
ist damit nach nur rund drei Minuten
passiert – der Bediener betritt die Maschi-
ne wieder und entnimmt den fertig ver-
schweißten Helm. Das nächste Rennen
wartet bereits …
Große Anstrengungen für ein
möglichst kleines Risiko
„Das anspruchsvolle sicherheitstechni-
sche Konzept war unsere größte Heraus-
forderung. Beispielsweise befindet sich
der Bediener während des Zufahrens der
Kernzüge noch mit der Hand im Werkzeug
– und das soll so sein, denn er hält die Fo-
lie in Position. Umso wichtiger war es, das
Risiko bestmöglich zu minimieren und na-
türlich allen Vorschriften zu entsprechen.
Bei manchen Funktionen war daher Per-
formance-Level D gefordert", sagt Andre-
as Klapf, der Technische Leiter von Hirsch
Maschinenbau. „Deshalb waren von An-
fang an die Spezialisten des Technic and
Applicationcenters von Festo in das Pro-
jekt involviert – bis die richtige Lösung ge-
funden war“, so Maschinenbauexperte
Klapf.
Dann erklärt er den „Kunstgriff“, der hier
zur Anwendung kam, und meint damit die
eingebaute Druckumschaltung: „Norma-
lerweise kommen sechs Bar als Schließ-
kraft zum Einsatz. Ist der Bediener jedoch
Die universelle Ventilinsel VTUG
steuert die Antriebe der gesamten
Prozesstechnik an.
Eine Wartungsgeräteeinheit MSB9
übernimmt in Kombination mit der
Ventilinsel VTSA die Sicherheitsfunktion
„Schutz vor unerwartetem Anlauf“
in Performance-Level D.