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Foto: © shotshop.com

Flexibler Schlangenpanzer

Schlangen sind ein Paradebeispiel für Flexibilität – in ihrer Anpas-

sungsfähigkeit und in ihrer Bewegung. Ohne Extremitäten sind ihre

Körper allerdings ständigen Reibungskräften ausgesetzt. Dabei

muss die Haut einer Schlange zwei bis drei Monate halten, bis das

Häuten einsetzt. Und genau das interessierte Forscher an der

Christian-Albrechts-Universität in Kiel: die Haut von Schlangen als

Vorbild für verschleißarme Materialien. Die Wissenschaftler unter-

suchten daher die Haut von vier Schlangenarten, die in ganz

verschiedenen Lebensräumen leben.

Sie fanden heraus, dass, obwohl die Schlangenhaut von Art zu Art

unterschiedlich dick und unterschiedlich strukturiert ist, es eine

bedeutende Gemeinsamkeit gibt: Alle Häute sind außen steif und

hart und werden nach innen hin weich und flexibel. Ein Material, das

einen Übergang von einer steifen Außenseite zu einer flexibleren

Innenseite hat, kann so die einwirkende Kraft über eine größere

Fläche verteilen. Und genau diese Kombination aus hart und weich

schafft den „flexiblen Panzer“. Das Reibungssystem der Schlangen-

haut ist ein wichtiges Modell, das in der Bionikforschung an der

Kieler Universität für die Entwicklung neuartiger sowie für die Opti-

mierung bereits vorhandener Materialien genutzt wird.

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